Eigentlich wissen die Falken wie es geht
So klappt es für die Falken auch gegen Bad Nauheim
VonMarc Thorwartlschließen
Tyler Gron hofft auf einen deutschen Pass.
Leichtsinnig Punkte verschenkt. So lautet das Resümee des vergangenen DEL2-Wochenendes der Falken. Sowohl gegen Lausitz als auch in Dresden wäre mehr drin gewesen. Am Freitag spielen sie daheim gegen den EC Bad Nauheim. Auf die Wetterauer war man bereits in der Vorbereitung zweimal getroffen. Und hatte dabei richtig gut gespielt! Zu Hause gab es einen 6:5-Erfolg, in Nauheim wurde die Partie beim Spielstand von 2:2 abgebrochen.
In erster Linie wird es darum gehen, diszipliniert zu spielen. Denn sobald die Falken auf der Strafbank sitzen, wird es brandgefährlich für das eigene Tor. Falken-Coach Fabian Dahlem: "Jede Powerplay-Formation versucht das Penalty-Killing-Team auseinanderzunehmen. Wir haben unterhalb der Woche das Unterzahlspiel geübt und in Videoanalysen darauf hingewiesen, was falschgelaufen ist. Es wird darum gehen, Fehler zu vermeiden."
Denn die hohe Gegentorquote ist derzeit das Manko der Falken. Hier agiert die Mannschaft zu ungeduldig, versucht des Öfteren den Zauberpass, statt das einfache Eishockey. Dabei müsste sie nur auf die eigenen Chancen warten. Denn die ergeben sich zuhauf. An Offensivstärke mangelt es nicht. Sie haben die zweitmeisten Tore der Liga geschossen.
Personell kann der Trainer fast schon aus dem Vollen schöpfen. Torhüter Stefan Ridderwall hat nach seiner Magen-Darm-Erkrankung die ganze Woche trainiert. Auch der verletzte Verteidiger Thomas Botzenhardt meldete sich aus dem Lazarett zurück. Dahlem: "Jetzt steht mir in der Abwehr eine Alternative mehr zur Verfügung. Das sorgt für Entlastung und fördert den internen Konkurrenzkampf."
Und er kann auch wieder auf Center Kyle Helms bauen. Dessen Frau Laura brachte am Dienstag Tochter Karla zur Welt, und somit kann der Mittelstürmer wieder voller Elan ins Spielgeschehen eingreifen. Zumal kein anderer Falke die Kurstädter so gut kennt wie er. Schließlich hatte er die vergangenen drei Jahre das Teufels-Trikot getragen.
Zudem haben die Förderlizenzspieler Tobias Kircher und Marius Stöber die komplette Woche bei den Falken trainiert. Somit kann der Coach endlich mit vier Sturmreihen agieren. Allerdings gibt es auch einen Abgang zu vermelden. Verteidiger Gino Blank - ebenfalls mit einer Förderlizenz aus Bremerhaven gekommen - hat sich dem Oberligisten Hamburg Crocodiles angeschlossen, um dort mehr Spielpraxis zu sammeln.
Allerdings könnte nochmals Bewegung in die Kaderplanungen der Falken kommen. Denn die Bemühungen, Stürmer Tyler Gron mit einem deutschen Pass auszustatten, sind ziemlich fortgeschritten. Falken-Manager Atilla Eren: "Er und sein Manager arbeiten seit Wochen intensiv daran, und wir unterstützen sie dabei." Dabei wurde ein altes Verfahren aus Grons Augsburger Zeit neu aufgegriffen.
Eren: "Das ist aber gerade im Prüfungsverfahren, und es gibt noch keine endgültige Entscheidung." Im selben Atemzug macht er aber auch deutlich: "Selbst wenn die Entscheidung positiv ausfällt, heißt das nicht, dass wir auf dem Transfermarkt sofort zuschlagen. Vielmehr eröffnet es uns bessere Optionen, auf Verletzungsfälle zu reagieren, da es mehr ausländische als deutsche Spieler auf dem Markt gibt."
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