Ganz nah dran
Aufholjagd der Falken wird in Dresden nicht belohnt
VonMarc Thorwartlschließen
Nach schnellem 0:3-Rückstand kämpfen sich die Falken zurück ins Spiel.
Da wäre mehr drin gewesen! Die Falken werden in Dresden erst kalt erwischt, kommen dann zurück um letztendlich unglücklich doch noch mit 4:5 zu verlieren.
Die Falken können in Dresden nicht in Bestbesetzung antreten. Wegen Verletzung fehlt Thomas Botzenhardt und Stürmer Kyle Helms bleibt auch in Heilbronn, da seine Frau hochschwanger ist und jeden Moment mit der Geburt zu rechnen ist. Seine Stelle im zweiten Block nimmt Tobias Kircher ein, der aus Bremerhaven abgestellt ist.
Die Bilder zum Spiel Falken vs. Füchse
Die Hausherren erwischen eindeutig den besseren Start. Heilbronn findet offensiv überhaupt nicht statt. Dann der Schock! Keeper Stefan Ridderwall kommt mehrfach zur Bank und verlässt in der achten Minute mit Magen-Darm-Problemen die Eisfläche. Für ihn rückt Niklas Deske zwischen die Pfosten.
Der wird eiskalt erwischt. In Überzahl fährt Dresden einen Konter, 1:0 (9.). Gleich im Anschluss eine dämliche Strafe von Kapitän Patrik Vogl, die Eislöwen brillant, 2:0 (11.). Der Nachwuchs-Keeper trifft keine Schuld, vielmehr ist die Abwehr überhaupt nicht im Bilde. Die Falken sind jetzt total von der Rolle. Wie das heiße Messer durch die Butter erfolgt der nächste Spielzug der Dresdener durch die Falken-Hintermannschaft, 3:0 (15.)!
Dann Powerplay Falken. Ville Järveläinen täuscht einen Schuss an, passt hart zu Kevin Lavallée, der fälscht ab, 3:1 (17.). Nur 39 Sekunden der nächste Heilbronner Jubel. Jordan Heywood ist zur Stelle und netzt den Rebound ein (18.). Mit dem Schlusspfiff erneuter Falken-Jubel. Justin Kirsch verwertet eine Vorlage von Tyler Gron. Dresden protestiert, der Schiedsrichter Marc Naust fordert den Videobeweis an und erkennt auf kein Tor. Die Scheibe war erst nach dem Schlusspfiff über der Linie.
Schrecksekunde gleich zu Beginn des zweiten Drittels. Tohuwabohu im Falken-Torraum und der Schiedsrichter entscheidet auf Penalty, weil ein Falke den Puck mit der Hand festgehalten hat. Topscorer Alexander Höller läuft an, aber Deske pariert überragend.
Das gibt Auftrieb. Direkter Gegenzug und wieder ist es Heywood, der die Lücke findet (23.) und zum 3:3 trifft. Jetzt hat Eislöwen-Trainer Bill Stewart die Faxen dicke und beendet den Arbeitstag seines Goalies Kevin Nastiuk. Dessen Bilanz bis zu diesem Zeitpunkt: Fünf Schüsse, drei Tore!
In der 29. Minute die erneute Eislöwen-Führung. Maximilian Faber trifft im vierten Nachschuss. Die gesamte vierte Heilbronner Angriffsreihe schaut nur zu. In der 30. Minute Großchance Falken: Lavallée tankt sich durch, scheitert aber an Back-up Hannibal Weitzmann.
Zum letzten Drittel stellt Dahlem die Reihen um. Im zweiten Block stürmen ab sofort Kirsch, Lavallée und Marius Stöber. Dann heißt es Achtung: Heywood muss auf die Strafbank. Dresden mit viel Übersicht, aber dieses Mal hält die Heilbronner Penalty-Box und Deske ist der Fels in der Brandung.
Doch kurz danach dann die Vorentscheidung. Erneut Strafe gegen die Falken und dieses Mal nutzen die Hausherren die Überzahl durch Petr Macholda (48.). 5:3! In der 53. Minute nimmt Dahlem eine Auszeit. Sein Team hat 58 Sekunden doppelte Überzahl. Die womöglich letzte Chance, wieder ins Spiel zurückzukommen.
Und wie! Superkombi über Heywood und Gron zu Rylan Schwartz, der nur noch ins leere Tor einschieben muss. 5:4! Hoffnung. In der 56. Minute erneutes Powerplay der Falken. Dauerdruck auf das Eislöwen-Tor, aber kein Treffer. Die Zeit läuft gnadenlos ab und erstmals in dieser Saison bleiben die Falken punktlos.
Aufstellung:
Falken:
T: #39 Stefan Ridderwall; #23 Niklas Deske
V: #4 Jordan Heywood, #7 Patrik Vogl, #17 Henry Martens, #25 Steven Bär, #55 Thomas Gödtel, #96 Patrick Kurz;
S: #10 Matthias Forster, #12 Justin Kirsch, #13 Rylan Schwartz, #14 Kevin Lavallée, #20 Ville Järveläinen, #26 Marvin Krüger, #37 Tyler Gron, #49 Gino Blank, #65 Tobias Kircher, #74 Marius Stöber, #92 Richard Gelke, #94 Markus Eberhardt;
Eislöwen Dresden:
T: #52 Kevin Nastiuk; #67 Hannibal Weitzmann
V: #5 Sebastian Zauner, #12 Mirko Sacher, #20 Patrick Baum, #22 Tomas Schmidt, #25 Petr Macholda, #36 René Kramer, V #63 Maximilian Faber;
S: #9 Arturs Kruminsch, #11 Steven Rupprich, #13 Lucas Dumont, #16 Marius Garten, #17 Martin Davidek, #18 Brendan, Cook, #21 Alexander Höller, #26 Dominik Grafenthin, #27 Eric Valentin, #29 Marcel Rodman, #44 Ludwig Wild, #77 Teemu Rinkinen;
Dahlem fordert: Aus den Fehlern lernen
Unnötig: Falken verlieren erneut nach Penalty-Schießen
Dahlem fordert: Disziplin, Konstanz und Geduld

