Seit 1. August 2025

Waffenverbotszone in Heilbronn: Stadt verschärft die Messer-Regeln

  • Peter Kiefer
    VonPeter Kiefer
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Seit Juni 2024 gelten in Heilbronn zwei Waffenverbotszonen. Jetzt verschärft die Stadt die Regeln bezüglich Messern und Schreckschusswaffen. Was seit August 2025 gilt.

Seit Juni 2024 gilt in Heilbronn eine Waffenverbotszone, wie echo24.de berichtete. Doch jetzt wird die Schutzmaßnahme zur Erhöhung der allgemeinen Sicherheit weiter verschärft. Denn seit dem 1. August 2025 gelten strengere Regeln in Bezug auf Messer und deren Klingenlängen im Citybereich und am Hauptbahnhof der Käthchenstadt.

Waffenverbotszone in Heilbronn: Stadt verschärft die Messer-Regeln

Erst wenige Tage zuvor wurde in ganz Baden-Württemberg das Waffenverbot speziell auf den ÖPNV ausgerollt. Auf diese Bundes- und Landesgesetzvorgaben basierend jetzt also die Regel-Verschärfung nicht nur am Bahnhof, sondern in Teilen der Innenstadt. Heißt: Bezüglich Schusswaffen dürfen auch Besitzer des kleinen Waffenscheines in beiden Bereichen keine Gaspistolen oder Schreckschusswaffen mehr bei sich tragen, so wie dies zuvor legal war.

Schild zur Waffenverbotszone in Heilbronn. (Archivbild)

Und galt das bisherige Verbot erst bei Messern mit einer mindestens vier Zentimeter langen Klinge, so sind ab sofort alle Messer dort verboten, wie die Heilbronner Stimme berichtet. Wichtig: Messer sind nicht generell verboten in den beiden genannten Zonen! Entscheidend ist, ob das Messer mit weniger als drei Handgriffen einsatzbereit ist oder nicht. Im Amtsdeutsch heißt das „zugriffsbereit“. Ist das Messer also eingepackt und etwa in einem Rucksack, sei man gesetzlich auf der sicheren Seite, wie das Rathaus gegenüber der Stimme ausführt.

Messer-Händler in Heilbronn beklagt Umsatzrückgang

Die Heilbronner-Stimme-Kollegen haben auch mit dem Besitzer eines Messerfachgeschäfts in der Fleiner Straße mitten in der Verbotszone gesprochen und wie er die Dinge so sieht. Dürfen seine Kunden ihre Messer überhaupt noch zum Schleifen bringen, da sie damit durch die Stadt laufen müssen? Wie groß ist sein Umsatzrückgang aufgrund der Verunsicherung bei Kunden?

Apropos Verunsicherung: Die Menschen wissen inzwischen schon gar nicht mehr, ob sie etwa auf einer längeren Zugfahrt einen Apfel schneiden dürfen, ohne gegen das Gesetz zu verstoßen. Übrigens hat der Heilbronner Gemeinderat gerade auch den Weg für das endgültige stadtweite Verbot der Straßenprostitution geebnet.

Rubriklistenbild: © Mario Berger/HSt