Nicht nur in Hafenstraße

Aus für Straßenprostitution in ganz Heilbronn – Gemeinderat beschließt Verbot

  • Peter Kiefer
    VonPeter Kiefer
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Der Weg für das stadtweite Verbot der Straßenprostitution in Heilbronn ist frei. Nach dem Gemeinderatsbeschluss kann das Regierungspräsidium den Sperrbezirk ausweiten.

Wie nicht anders erwartet, hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag (28. Juli) das Verbot der Straßenprostitution auf das gesamte Stadtgebiet von Heilbronn beschlossen. Jetzt ist das Regierungspräsidium Stuttgart am Zuge, um den Sperrbezirk amtlich zu machen, damit er schnellmöglich umgesetzt werden kann.

Aus für Straßenprostitution in ganz Heilbronn – Gemeinderat beschließt Verbot

Heißt: Rund drei Jahre nach dem Straßenstrich-Verbot in der Hafenstraße samt Umgebung soll der Sperrbezirk künftig auch auf den Rest der Stadt ausgeweitet werden, wie die Heilbronner Stimme berichtet. Für Sozialbürgermeisterin Agnes Christner ist diese Entscheidung alternativlos, da sie Zustände wie früher „nicht verantworten“ könne. Auch das übergeordnete Regierungspräsidium als kommunale Aufsichtsbehörde habe nach intensiver Prüfung bereits grünes Licht für das Aus im Rotlicht signalisiert.

Seit September 2022 Geschichte: Der Straßenstrich in der Heilbronner Hafenstraße. (Archivbild)

Rückblick: Im September 2022 wurde das endgültige Verbot für die Hafenstraße verhängt, wo rivalisierende bulgarische Großfamilien bis aufs Blut um das Revier kämpften, wie echo24.de berichtete. Die Polizei befürchtete Straftaten wie Zwangsprostitution und Menschenhandel. Schon damals war ein stadtweites Verbot im Gespräch.

Straßenstrich-Verbot in ganz Heilbronn seit Jahren auf der Agenda

In der vergangenen Legislaturperiode beschäftigte sich der Gemeinderat bereits mehrfach mit dem Straßenstrich-Verbot. Doch da die Gremiumsbeschlüsse vor der Kommunalwahl im Juni 2024 gefasst wurden, forderte das Regierungspräsidium die Beteiligung des neu gewählten Gemeinderats samt erneuter Abstimmung.

Die Stimme weiß auch, warum manche Stadträte die jetzige Verordnung scharf kritisieren und welche Befürchtungen sie in Bezug auf eine Verlagerung der Prostitution sowie in puncto Gewalt haben.

Rubriklistenbild: © Mario Berger/Heilbronner Stimme