Auf Ursachenforschung
Die lange Fehlerliste der Falken nach dem Nauheim-Spiel
VonMarc Thorwartlschließen
Die Defensive und das Penalty-Killing bleiben die Sorgenkinder.
Das Spiel am Freitagabend gegen Bad Nauheim wirft Fragen auf. Mit 3:6 haben die Falken von den Hessen eine kleine Packung bekommen. Ein Sieg, der auch in dieser Höhe völlig in Ordnung ging. Es bleibt nur wenig Zeit zur Ursachenforschung. Am Sonntag müssen die Falken in Crimmitschau antreten und bis dahin sollten wenigstens einige Mängel abgestellt werden.
"Wir haben uns auf die einfachen Dinge konzentriert", sagte Nauheims Trainer Petri Kujala nach dem Spiel. Das hätte Falken-Coach Fabian Dahlem nur zu gerne auch von seinem Team behauptet! Doch dieses zeigte immer wieder unerklärliche Aussetzer. Die Fehlerliste war lange.
Bestes Beispiel: der Treffer zum zwischenzeitlichen 0:3. Mindestens dreimal hatten die Falken den Puck in der eigenen Abwehrzone erobert. Anstatt dann aber die Scheibe aus der Gefahrenzone zu bugsieren - Stichwort: einfaches Spiel - wurde der Puck dem Gegner ohne Druck auf dem Silberteller präsentiert.
Zweites Manko: Zwei ihrer ersten drei Powerplays nutzten die Gäste eiskalt aus. Erneut mussten die Falken frühzeitig einem Rückstand hinterherrennen. Elf ihrer 25 Gegentore kassierten sie im bisherigen Saisonverlauf durch Strafzeiten. Die Erfolgsquote liegt bei indiskutablen 60 Prozent.
Weiteres Defizit: die Gegentorflut. Kein Team der Liga hat mehr Tore eingefangen. Fünf Treffer pro Spiel, da kann auch die zweitbeste Offensive der DEL2 wenig ausrichten. Denn wenn, wie gegen Nauheim, bisherige Leistungsträger auch mal einen kleinen Durchhänger haben, dann muss die Partie zwangsläufig verloren gehen.
Dabei lobte Dahlem sein Team für die Einsatzbereitschaft: "Die Jungs haben bis zum Schluss gekämpft und unglaublich viele Schüsse geblockt." Doch diese Einstellung war nicht bei allen Akteuren zu jedem Zeitpunkt auf dem Eis zu erkennen. Immer wieder verließ ein Spieler die vorgegebene Marschroute und brachte dadurch seine Mitspieler in die Bredouille.
Dahlem: "Wir konzentrieren uns jetzt nur auf den nächsten Gegner." Das sollte auch seine Mannschaft tun. Am besten, indem sie in Crimmitschau zeigt, dass sie aus ihren Fehlern lernt und diese abstellt.
Für eine Standortbestimmung nach lediglich fünf absolvierten Partien ist es viel zu früh. Dahlem: "Es braucht Zeit, die vielen Neuzugänge zu integrieren und das Spielsystem zu adaptieren." Dass die Mannschaft es besser kann, hat sie in der Vorbereitung schon gezeigt. An diese Leistung muss sie schnell wieder anknüpfen!
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