Nauheim siegt hochverdient

Das war teilweise wie ein Klassenunterschied

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Nur Rylan Schwartz zeigte bei den Falken eine ordentliche Leistung.
  • Marc Thorwartl
    VonMarc Thorwartl
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Phasenweise führen die Gäste die Heilbronner Falken vor.

Grottenschlecht! Anders ist der Auftritt der Heilbronner Falken gegen den EC Bad Nauheim nicht in Worte zu fassen. Fast immer einen Schritt langsamer als die Gäste, ohne Spielwitz und ideenlos verloren die Falken völlig verdient mit 3:6. 

Die Falken kommen schlecht in die Partie. Die Gäste aus Nauheim, die bei der Anfahrt lange Zeit im Stau gesteckt waren, wirken trotzdem frischer, schneller und ideenreicher. 

Nach einer kurzen Abtastphase ohne große Chance auf beiden Seiten, kassieren die Falken die erste Strafzeit. Alarmstufe rot! Denn in Unterzahl sind die Falken anfällig. Die Scheibe läuft auch gut durch die Gäste-Angriffsreihen, doch die Schüsse werden geblockt oder von Stefan Ridderwall im Falken-Tor abgewehrt.

Bilder der Partie Falken vs. Bad Nauheim

Kurz danach Powerplay für die Hausherren. Doch das ist ideen- und wirkungslos. Dann wandert Kyle Helms in die Kühlbox und dieses Mal klingelt es im Kasten: Nauheims Topscorer Juuso Rajala lässt mit einer Körpertäuschung Rylan Schwartz aussteigen marschiert von halblinks auf Ridderwall zu und vollendet eiskalt ins lange Eck. (12. Minute)

Die Falken sind verunsichert. Zwei Minuten später erneuter Jubel der Gäste. Doch der Schiedsrichter fordert den Videobeweis an: kein Tor! Anstatt jetzt aufzuwachen, sind es die Hessen, die noch mehr Druck entwickeln. Strafzeit Heilbronn, Nick Dineen nimmt Maß, 0:2! (16.) Nur eine einzige Chance erspielen sich die Hausherren. Kevin Lavallée scheitert allein vor Mikko Rämö.

Im zweiten Drittel machten die Hessen da nahtlos weiter, wo sie aufgehört hatten. Sie schienen mit einem Mann mehr auf dem Eis zu stehen, so schnürten sie den dritten Falken-Block minutenlang im eigenen Drittel ein. Die logische Konsequenz: 0:3! (24.) 

Dann Powerplay Falken, Schwartz findet die Lücke. 1:3  (27.). Nächste Minute Traumkombination über Kyle Helms und Lavallée - Järveläinen: 2:3. Jetzt agieren die Falken wie verwandelt. Das Tor machen aber die Gäste. Eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr, schon steht es 2:4. (30.). Der Angriffswirbel der Falken verpufft. Bully im Abwehrdrittel, Schuss von der blauen Linie, abgefälscht, 2:5. (33.). Falken-Coach Fabian Dahlem reagiert. Niklas Deske löst den unglücklichen Ridderwall im Tor ab und hält den Kasten bis zur Pausensirene sauber. 

Im letzten Abschnitt tut Nauheim nicht mehr als nötig und den Falken fällt nichts ein. Eine tolle Einzelaktion von Schwartz  (47.) beschert zwar noch das 3:5, doch nur kurze Zeit später stellen die Gäste den Drei-Tore-Vorsprung wieder her, den sie auch bis zum Schluss ohne große Mühe über die Zeit bringen. 

Dahlem sah sein Team allerdings nicht so schlecht: "Ich denke, dass wir stark gekämpft und viele Schüsse geblockt haben. Nauheim war unglaublich effizient und hatten mit Rämö einen überragenden Torhüter. "

Sein Gegenüber Petri Kujala erklärte: "Wir haben uns heute auf die einfachen Dinge konzentriert, gutes Forechecking betrieben und im richtigen Moment im Powerplay zugeschlagen. Das war ein richtig prima Spiel meiner Mannschaft. So kann es weitergehen."

Aufstellung:

Falken:

T: Ridderwall; Deske

V: Kurz, Heywood; Gödtel, Martens; Vogl, Bär; Botzenhardt

S: Kirsch, Schwartz, Gron; Järveläinen, Helms, Lavallée; Krüger, Forster, Gelke; Eberhardt, Stöber, Kircher;

EC Bad Nauheim:

T: Rämö; Guryca

V: Ketter, Götz, Gerstung, Kohl, Johansson, Müller, Pfänder;

S: Pauli, Rajala, Aab, Lange, Lascheit, Alanov, Frosch, Hofland, Pauker, Krestan, Dineen, Meisinger;

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