Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Wetter-Dynamik nimmt nun an Fahrt auf: Hoch „Dorle“ bringt bis zu 40 Grad, Tief „Gabriel“ drückt parallel

  • VonDominik Jung
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Zwischen Gluthitze im Westen und kühlem Regen im Osten: Deutschland steht wettertechnisch genau in der Mitte. Was das für die kommenden Tage bedeutet. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Hamm - Ein Wetterdrama der Extraklasse spielt sich derzeit über Europa ab: Hoch „Dorle“ rollt vom Atlantik heran, bringt Frankreich, Belgien und England extreme Hitze – und beeinflusst auch den Westen Deutschlands mit sommerlichem Wetter. Im Gegensatz dazu drückt Tief „Gabriel“ von Osten her kühle und feuchte Luft in die Mitte Europas.

Es ist ein meteorologischer Machtkampf: Während in Frankreich bis zu 40 Grad erreicht werden und selbst England auf bis zu 34 Grad klettert, bleibt es im Osten Deutschlands durch Wolken und Regen deutlich kühler. Die Bundesrepublik sitzt dabei genau zwischen den Fronten – ein spannender Wetterkrimi, der sich Tag für Tag neu schreibt.

Der Juni war bereits rekordverdächtig: Westeuropa erlebte den heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – und der Trend setzt sich fort. Das Hoch bringt heiße Saharaluft mit sich, während das Tief kühlere Luftmassen aus Nordosteuropa heranführt. Diese Wetterlage sorgt nicht nur für extreme Temperaturunterschiede, sondern auch für erhöhte Wetterdynamik mit lokalen Gewittern, kräftigen Schauern und teils stark auffrischendem Wind.

Die Großwetterlage am Mittwoch (9. Juli). Hoch Dorle und Tief Gabriel streiten um die Vorherrschaft in Europa.

Wetter am Donnerstag bis Samstag: Spannungsfeld bleibt bestehen

Am Donnerstag (10. Juli) zeigt sich das Land zweigeteilt: Von der Nordsee bis in den Südosten mehr Wolken als Sonne, dazu vereinzelt Schauer oder Gewitter. Im Südwesten und Nordosten bleibt es hingegen freundlicher und trocken. Mit Temperaturen zwischen 21 und 28 Grad bleibt es sommerlich. In der Nacht zum Freitag klart es im Westen teils auf, sonst bleibt es teils wolkig mit vereinzelten Schauern, Tiefstwerte zwischen 10 und 16 Grad. Der Freitag bringt im Südwesten sowie an der Küste viel Sonne, im übrigen Land bleibt es wolkiger, mit gelegentlichem Regen im Osten. Höchstwerte von 23 bis 29 Grad, lokal am Oberrhein sogar über 30 Grad.

Die Regensummen bis Samstag (12. Juli). In Westeuropa fällt so gut wie nichts, im Osten von Europa wird es regional richtig nass.

In der Nacht auf Samstag zieht neuer Regen in die Nordosthälfte, während es im Südwesten klar bleibt. Am Samstag setzt sich das zweigeteilte Wetter fort: Im Westen Sonne und Trockenheit, im Osten dichtere Wolken mit Schauern und lokalen Gewittern. Die Temperaturen reichen von 21 Grad im Nordosten bis 30 Grad im Südwesten.

Wetter-Ausblick für die kommenden Tage: Sommer mit Turbulenzen

Auch am Sonntag bleibt die Wetterlage spannend. Im Osten und Südosten bleibt es wechselhaft mit Schauern und Gewittern, während der Westen erneut vom Hoch profitiert – sonnig und warm. Die Temperaturen steigen vielerorts auf 25 bis 30 Grad, im Südwesten auch darüber. An den Küsten bleibt es mit rund 22 Grad etwas kühler. In den Nächten ist es angenehm mild, meist zwischen 13 und 18 Grad.

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Der Beginn der kommenden Woche setzt diesen Trend fort: wechselhaftes Sommerwetter mit viel Sonne vor allem im Südwesten und an der See, dazwischen immer wieder kräftige Schauer und Gewitter mit Starkregen und Hagel. Die Tageshöchstwerte liegen dann fast landesweit zwischen 26 und 30 Grad, lokal auch darüber. Die Hitze bleibt – und mit ihr die Spannung in diesem außergewöhnlichen Wetterduell.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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