Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Sahara-Heißluft ohne Ende in Sicht – Kippt unser Sommer? Warum das, was kommt, alles übertreffen könnte
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Warmluft aus Nordafrika treibt die Temperaturen weiter nach oben – eine Abkühlung ist vorerst nicht in Sicht. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München – Mitteleuropa und besonders Deutschland erleben derzeit ein markantes Hitzemuster. Immer wieder schieben sich Warmluftschübe aus Nordafrika bis weit in den Kontinent hinein. Diese bringen nicht nur viel Sonne und Temperaturen jenseits der 30 Grad, sondern auch eine gewisse Tropenluft-Stimmung mit sich. Bis Ende Juni ist nach aktuellem Stand keine durchgreifende Abkühlung in Sicht.
Besonders der Süden Deutschlands scheint regelrecht festzustecken in einer Luftmasse, die eher an den Hochsommer erinnert als an den meteorologischen Frühsommer. Immer wieder tauchen Hitzespitzen mit bis zu 35 Grad und mehr auf. Selbst in Phasen mit leicht wechselhaftem Wetter bleibt es auffällig warm. Die Grundtemperaturen liegen meist zwischen 25 und 30 Grad – also weit über dem klimatologischen Mittel.
Deutschlandwetter im Sommertrend: Warm, wärmer, Dauerhitze?
Diese Entwicklung lässt eine Frage immer drängender erscheinen: Ist das das Grundmuster für den gesamten Sommer 2025? Vieles spricht dafür. Die Großwetterlage zeigt seit Wochen ein recht stabiles Muster mit wiederkehrender Südanströmung. Das bedeutet: Heißluft aus der Sahara gelangt immer wieder nach Mitteleuropa. Kombiniert mit hoher Sonneneinstrahlung, entstehen daraus Hitzewellen mit zunehmender Intensität und Dauer.
Selbst die sonst oft etwas frischere Siebenschläfer-Zeit um Ende Juni scheint in diesem Jahr von dieser Hitzeentwicklung überlagert zu werden. Zwar kann es kurzfristig Schauer oder Gewitter geben, eine nachhaltige Abkühlung unter 20 Grad am Tag ist jedoch nach aktuellen Modellrechnungen nicht zu erwarten. Auch die Nächte bleiben in vielen Städten zunehmend warm, was die Hitzebelastung noch verstärkt.
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Wetter in Deutschland: Überhitzte Städte und kaum Abkühlung in Sicht
Gerade in den Großstädten wird diese Wetterlage zunehmend spürbar. Gebäude und Asphalt speichern die Wärme und heizen sich Tag für Tag stärker auf. Ohne nächtliche Abkühlung steigt die Belastung für Mensch und Infrastruktur deutlich. Eine kühle Nordwestlage, die sonst im Frühsommer immer mal wieder für Frische sorgen kann, ist weit und breit nicht in Sicht.
Damit rückt Deutschland möglicherweise auf direktem Kurs in einen der heißesten Sommer der letzten Jahre – mit allen Konsequenzen: hoher Wasserverbrauch, Belastung für die Landwirtschaft und gesundheitliche Risiken für vulnerable Gruppen. Die meteorologischen Signale deuten klar auf Fortsetzung: sehr warm bis heiß, lokal extrem, und das wohl mindestens bis Anfang Juli. Auch das Mittelmeer ist fünf Grad zu warm.
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