Auf Krücken zur Einkleidung
Verletzungs-Schock bei deutschem Ski-Star – Olympia-Traum in höchster Gefahr
- VonIsabella Strehmannschließen
Die deutschen Ski-Fans halten den Atem an. Unmittelbar vor den Olympischen Spielen hat sich ein Hoffnungsträger verletzt. Verpasst er das Großereignis?
München – Es sind nur noch ein paar Tage, dann brennt sie wieder, die olympische Flamme. Vom 6. bis zum 22. Februar finden die Spiele in Mailand und Cortina statt. Die deutschen Alpin-Spezialisten rechnen sich nicht nur aufgrund des jüngsten Sieges von Emma Aicher Chancen auf Edelmetall aus. Auch Alexander Schmid, Deutschlands Spezialist im Riesenslalom, will angreifen. Bem offiellen Einkleidungstermin erschien der Allgäuer allerdings auf Krücken.
Vor einigen Tagen zog sich der 31-Jährige in einem unklassigen Rennen fernab des Weltcups einen Knöchelbruch zu. Trotzdem erschien er in der bayrischen Landeshauptstadt, um sich sein Outfit für die Olympischen Spiele abzuholen. Wie Schmid selbst zu Protokoll gab, war er letzten Mittwoch und Donnerstag beim FIS-Tennen in Gsies (Südtirol) am Start, fädelte im Slalom ein und zog sich die schwerwiegende Verletzung zu.
Ski-Star Alexander Schmid verletzt – Olympia in Gefahr?
Bereits 2018 und 2022 nahm er an den Olympischen Spielen teil, in Peking sahnte er im Team-Wettbewerb sogar die Silbermedaille ab. 2023 wurde er Weltmeister im Parallelrennen und feierte den größten Erfolg seiner Karriere. Bis die Wettbewerbe in Italien losgehen, vergeht nicht mehr viel Zeit – wie schnell will Schmid seine Fraktur auskurieren? Auch bei Federica Brignone ist unklar, ob es für Olympia reicht.
Der Verletzte versucht, optimistisch zu bleiben. Im Rahmen der Einkleidung sagte er: „Ich bin sehr positiv. Ich denke, ich sollte auf jeden Fall grünes Licht bekommen.“ Drei Spezialisten hätten ihm mitgeteilt, dass ein Start bei Olympia nicht ausgeschlossen ist. Erst im Dezember 2024 hatte sich Schmid das Kreuzband gerissen, und das bereits zum zweiten Mal.
Wagner, Neureuther & Co.: Diese Experten und Moderatoren führen durch Olympia 2026




Zu beneiden ist der gebürtige Oberstdorfer wahrlich nicht, denn ihm steht jetzt ein irrer Wettlauf gegen die Zeit bevor. Noch in dieser Woche könnte nach diversen Tests eine Entscheidung fallen, ob ein Einsatz im letzten Riesenslalom-Wettbewerb vor Olympia möglich ist. Seine Fans können ihm nur beide Daumen drücken und hoffen, dass die von Verletzungen durchzogenen letzten Jahre ihn nicht den olympischen Traum kosten. (is)
Rubriklistenbild: © Instagram @alexschmid
