Wer holt Gold?

Team-Kombination jetzt live im TV und Stream: Hier sehen Sie Ski alpin bei Olympia

  • Korbinian Kothny
    VonKorbinian Kothny
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Bei Olympia steht im Ski-Alpin-Bereich eine Premiere an: die Team-Kombination. Hier sehen Sie das Rennen jetzt live im TV und Stream.

Am Montag steht bei Olympia in Mailand und Cortina eine Premiere auf dem Programm: Erstmals wird die Team-Kombination im Ski alpin der Männer ausgetragen. Dieser neue Wettbewerb ersetzt die klassische Einzel-Kombination und verspricht heute Spannung pur auf der legendären Stelvio-Piste in Bormio.

Gelingt Linus Straßer mit Simon Jocher eine Überraschung?

Der Wettkampf beginnt um 10.30 Uhr mit der Abfahrt, ehe gegen 14.00 Uhr der entscheidende Slalom folgt. Das Besondere an diesem Format: Jede Nation nominiert zwei Spezialisten – einen Abfahrer und einen Slalomfahrer. Die addierten Zeiten beider Läufe ergeben das Gesamtergebnis. Für Deutschland gehen Simon Jocher in der Abfahrt und Linus Straßer im Slalom an den Start.

Team-Kombination heute live im TV und Stream: Hier sehen Sie Ski alpin bei Olympia

Die deutschen Chancen auf eine Medaille sind realistisch betrachtet gering. Jocher zeigte in der olympischen Abfahrt mit Rang 21 eine enttäuschende Leistung und lag 2,40 Sekunden hinter Sieger Franjo von Allmen zurück. Der 29-Jährige vom SC Garmisch ist als einziger deutscher Abfahrer bei diesen Spielen dabei und kämpfte in diesem Winter mit der Konstanz. In der Weltcup-Saison gelangen ihm keine Top-10-Platzierungen.

Deutlich besser sind die Aussichten im Slalom-Teil. Linus Straßer hat nach einer schwierigen Phase seine Form rechtzeitig vor Olympia wiedergefunden. Der 32-Jährige vom TSV 1860 München gehört zu den besten Slalom-Spezialisten der Welt und könnte im Stangenwald wertvolle Zeit gutmachen. Allerdings wird der Rückstand aus der Abfahrt vermutlich zu groß sein, um ernsthaft in den Kampf um die Medaillen einzugreifen.

Vom Alpin-Jungen zum Slalom-König: Linus Straßers Weg an die Weltspitze

Linus Straßer wurde am 6. November 1992 in München geboren. Er wuchs mit drei Brüdern auf und verbrachte schon früh viel Zeit in den Alpen. Die Nähe zu den Bergen spielte eine entscheidende Rolle für seine sportliche Entwicklung. Skifahren gehörte dabei immer zum Familienalltag.
Schon im Alter von zwei Jahren stand Straßer auf Skiern. Regelmäßige Aufenthalte in Tirol und den bayerischen Alpen sorgten dafür, dass er früh ein Gefühl für Schnee und Gelände entwickelte. Besonders technische Passagen lagen ihm schon als Kind. Sein außergewöhnliches Talent wurde schnell erkannt.
Straßer nahm schon früh an regionalen Ski-Rennen teil. Dort fiel er vor allem im Slalom durch saubere Technik und hohe Risikobereitschaft auf. Die Ergebnisse bestätigten sein Potenzial. Der Leistungssport rückte früh in den Fokus.
Seine leistungsorientierte Ausbildung startete er beim örtlichen TSV 1860 München. Dort wurde er gezielt im alpinen Rennsport gefördert. Schule, Training und Wettkämpfe bestimmten zunehmend seinen Alltag. Das Fundament seiner späteren Weltcup-Karriere.
Vom Alpin-Jungen zum Slalom-König: Linus Straßers Weg an die Weltspitze

Die Übertragung des Wettbewerbs übernimmt die ARD ab 10.20 Uhr. Kommentator ist Bernd Schmelzer, Experte Felix Neureuther. Zudem steht ein kostenloser Livestream in der ARD-Mediathek zur Verfügung. Zudem wird der Wettbewerb bei den kostenpflichtigen Streaming-Anbietern HBO Max, Discovery + und DAZN übertragen. Parallel zeigt auch Eurosport das Rennen live. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF wechseln sich während der gesamten Olympischen Spiele bei der Übertragung ab.

Als haushohe Favoriten gelten die Schweizer. Bei der Weltmeisterschaft 2025 in Saalbach feierten sie einen historischen Dreifachsieg in der Team-Kombination. Gold ging damals an das Duo Franjo von Allmen und Loïc Meillard. Beide sind auch in Bormio wieder am Start und haben bereits bewiesen, dass ihre Kombination perfekt funktioniert.

Von Allmen gewann zuvor die olympische Abfahrt souverän, Meillard zählt im Slalom zur absoluten Weltspitze. Die Eidgenossen verfügen über eine Luxusauswahl an Spezialisten und sind der Konkurrenz in diesem Format überlegen. Neben der Schweiz haben auch Österreich, Norwegen und Italien realistische Medaillenchancen – für die DSV-Männer wäre schon eine Top-5-Platzierung ein Achtungserfolg. (kk)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Photographer: Nils Koepke

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