Schrecksekunde im 1. Abfahrtstraining

Ski-Star stürzt auf Olympia-Abfahrt und muss mit Helikopter abtransportiert werden

  • VonLuca Hartmann
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Ein schwerer Sturz überschattet das erste Training zur Olympia-Abfahrt in Bormio. Der Norweger Fredrik Möller muss per Helikopter von der Piste geholt werden.

Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo sind noch nicht einmal richtig gestartet, da sorgt bereits der erste schwere Sturz für Schlagzeilen. Bei den alpinen Wettbewerben in Bormio kam es am Donnerstag (4. Februar) im ersten offiziellen Abfahrtstraining zu einem folgenschweren Zwischenfall, der für den Norweger Fredrik Möller direkt das Olympia-Aus bedeuten könnte.

Ski-Ass Fredrik Möller stürzt beim Training zur Olympia-Abfahrt und wird anschließend mit dem Helikopter abtransportiert.

Möller stürzte auf der legendären Stelvio-Piste in Bormio schwer und musste in der Folge mit dem Rettungshelikopter abtransportiert werden. Der 25-Jährige verlor in einer Kurve den Halt, schlitterte viele Meter über die Piste und stand anschließend zunächst noch auf. Dabei konnte er aber dem Augenschein nach den linken Arm nicht mehr bewegen.

Training zur Olympia-Abfahrt: Ski-Ass Fredrik Möller stürzt

Für Möller ist es bereits der zweite schwere Unfall in dieser Saison. Im Dezember war der Speed-Spezialist bereits bei der Abfahrt in Gröden schwer gestürzt. Damals zog er sich kleinere Frakturen im Rücken zu und verlor zudem zwei Zähne. Der einstige Sieger des Super-G von Bormio hatte sich von diesem Sturz gerade erst erholt.

Nach dem aktuellen Unfall wurde Möller mehrere Minuten lang auf der Piste behandelt, bevor er schließlich eingepackt an einem Seil hängend mit dem Helikopter weggeflogen wurde. Über die genauen Verletzungen ist noch nichts bekannt. Der Vorfall überschattete das erste Training für die Olympia-Abfahrt, die am Samstag (7. Februar) stattfindet.

Vom Alpin-Jungen zum Slalom-König: Linus Straßers Weg an die Weltspitze

Linus Straßer wurde am 6. November 1992 in München geboren. Er wuchs mit drei Brüdern auf und verbrachte schon früh viel Zeit in den Alpen. Die Nähe zu den Bergen spielte eine entscheidende Rolle für seine sportliche Entwicklung. Skifahren gehörte dabei immer zum Familienalltag.
Schon im Alter von zwei Jahren stand Straßer auf Skiern. Regelmäßige Aufenthalte in Tirol und den bayerischen Alpen sorgten dafür, dass er früh ein Gefühl für Schnee und Gelände entwickelte. Besonders technische Passagen lagen ihm schon als Kind. Sein außergewöhnliches Talent wurde schnell erkannt.
Straßer nahm schon früh an regionalen Ski-Rennen teil. Dort fiel er vor allem im Slalom durch saubere Technik und hohe Risikobereitschaft auf. Die Ergebnisse bestätigten sein Potenzial. Der Leistungssport rückte früh in den Fokus.
Seine leistungsorientierte Ausbildung startete er beim örtlichen TSV 1860 München. Dort wurde er gezielt im alpinen Rennsport gefördert. Schule, Training und Wettkämpfe bestimmten zunehmend seinen Alltag. Das Fundament seiner späteren Weltcup-Karriere.
Vom Alpin-Jungen zum Slalom-König: Linus Straßers Weg an die Weltspitze

Die schnellste Zeit im Auftakttraining erzielte der Amerikaner Ryan Cochran-Siegle, während der deutsche Hoffnungsträger Simon Jocher auf Platz 24 landete. Bei der Männer-Abfahrt am Samstag geht es um die ersten alpinen Medaillen der Winterspiele, während die Frauen-Wettbewerbe ab Sonntag (8. Februar) in Cortina d’Ampezzo ausgetragen werden.

Kurz vor dem Sturz von Möller beim Olympia-Training sorgte bereits ein anderer Ski-Star für traurige Gewissheit: Der Chilene Henrik von Appen wird die Winterspiele auf den letzten Drücker verpassen, nachdem er im letzten Rennen vor Olympia in Crans-Montana ähnlich wie nun Möller schwer gestürzt war.

Rubriklistenbild: © Fabrice COFFRINI / AFP und Gabriele Facciotti/AP/dpa

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