Polizei unterstützt Maßnahme

Straßenstrich in Heilbronn vor dem Aus? Gemeinderat entscheidet über stadtweites Verbot

  • Peter Kiefer
    VonPeter Kiefer
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Seit Jahren ist die Straßenprostitution Polizei und Rathaus ein Dorn im Auge. Jetzt könnte der Gemeinderat mit einem stadtweiten Verbot das endgültige Aus besiegeln.

Die Debatte wird schon seit Jahren in Heilbronn geführt: Wird die Straßenprostitution im gesamten Stadtgebiet der 132.000-Einwohner-Kommune endgültig verboten? Der zuständige Gemeinderat soll über den entsprechenden Vorschlag der Stadtverwaltung entscheiden – erst dann will das Regierungspräsidium tätig werden.

Straßenstrich in Heilbronn: Verhängt der Gemeinderat ein stadtweites Verbot?

Damit wird das Thema Straßenstrich-Verbot wieder aufgegriffen, das bereits im Dezember 2022 die Gemüter erregte, wie echo24.de weiß. Schon damals hatte der Gemeinderat den Weg dafür geebnet.

Letztendlich wird jedoch das Regierungspräsidium Stuttgart darüber entscheiden, ob das gesamte Heilbronner Stadtgebiet zum Sperrbezirk wird, wie die Heilbronner Stimme berichtet. Doch das soll erst denn geschehen, wenn der nach den Kommunalwahlen 2024 neu zusammengesetzte Gemeinderat ein weiteres Mal involviert wurde. Deshalb steht die Straßenprostitution am 28. Juli erneut auf der Agenda.

Der Straßenstrich, wie hier in der Hafenstraße, soll auf das gesamte Heilbronner Stadtgebiet ausgeweitet werden. (Archivbild)

Ein dauerhafte Einschränkung des Rotlichtgewerbes, das von rivalisierenden, bulgarischen Großfamilien mit harter Hand geführt wird, würde sehr zu einer Senkung der Kriminalitätsrate führen. Eine weitere Maßnahme, die für weniger Gewalt und dadurch mehr Sicherheit in Heilbronn sorgen soll, ist die Einführung des Waffenverbots im ÖPNV im Ländle.

Polizei befürwortet Verbot der Straßenprostitution sehr

Ein auf die Hafenstraße begrenztes Verbot der Straßenprostitution reiche aus Sicht der Polizei nicht aus, wie die Stimme aus einer von Polizeipräsident Frank Spitzmüller unterschriebenen Stellungnahme zitiert. Ansonsten sei zu befürchten, dass sich der Straßenstrich, wie bereits im Jahr 2022, in andere Bereiche verlagert. Damals gingen die Damen ihrem Gewerbe dann in Austraße, Dieselstraße und Lichtenberger Straße nach.

Die Stimme listet außerdem auf, welche Strafen bei Verstößen gegen das Straßenstrich-Verbot in anderen baden-württembergischen Großstädten wie Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe oder Ludwigsburg drohen und welche Stadt sich Heilbronn zum Vorbild nimmt.

Rubriklistenbild: © Guido Sawatzki/Heilbronner Stimme