Schneesturm im Süden
Bis zu zwei Meter Schnee: Wetter-Experte befürchtet brisante Lage in Österreich
- VonDominik Jungschließen
Das Wetter in vielen Regionen spielt verrückt. Nun soll die Schneefallgrenze auf bis zu 1000 Meter sinken – Österreich droht deshalb in einem Schneechaos zu versinken.
München – Süddeutschland und Österreich müssen sich auf den heftigsten Wintereinbruch gefasst machen, den es Mitte September je gegeben hat. Das sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Wie der Experte weiter erklärt, stehe vor allen Dingen Österreich eine totale Schneekatastrophe bevor.
Meteorologe rechnet mit Schneekatastrophe in Österreich: Öffentliches Leben kommt zum Erliegen
Ab Freitag sinkt demnach die Schneefallgrenze bis auf 1000 Meter ab. Wie Jung erklärt, könne es regional sogar bis auf 700 Meter herab Schnee geben. „Selbst in Garmisch oder Oberstdorf könnte es kurzzeitig weiß werden“ so Wetterexperte Jung. Ab 1000 bis 1500 Metern droht das nackte Chaos. Besonders brisant wird die Lage in Österreich. Dort drohe laut Jung eine Katastrophe. „Wir rechnen mit ein bis zwei Meter Neuschschnee“, sagt Jung in seinem neuesten Wettervideo. In Deutschland bereiten sich derweil viele Regionen auf schweres Hochwasser vor.
In unserem Nachbarland sollen demnach bis zu 300 Liter Niederschlag fallen und das nahezu flächendeckend und binnen nur 48 bis 72 Stunden. Wie der Wetter-Experte weiter erklärt, solle unterhalb 1000 Meter starker Regen fallen. In der Folge kommt es, so Jung, zu Überschwemmungen im großen Stil.
„Es ist mit chaotischen Zuständen auf Straßen und Schienen zu rechnen. Meiden Sie, wenn möglich, die Alpen und Österreich am kommenden Wochenende“, so Jungs Ratschlag.
Meteorologe warnt vor Lawinengefahr, Erdrutschen und Schneestürmen
In den Hochlagen nehme die Lawinengefahr rasch zu, außerdem komme es zu Schneestürmen. Zudem drohen Schlammlawinen und Erdrutsche. Viele Straßen werden laut Jung unpassierbar sein. Von Bergtouren müsse dringend Abstand genommen werden, denn es bestehe Lebensgefahr aufgrund der Unwetterlage.
Doch der nächste extreme Wetterwechsel zeichnet sich laut Jung bereits ab. Erst ab Montag beruhigt sich die Wetterlage wieder. Ab Dienstag (17. September) besteht sogar die Option, dass ein Hochdruckgebiet für sonniges und spätsommerlich warmes Altweibersommerwetter sorgt.
Rubriklistenbild: © IMAGO/André Maerz
