Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Wetter-Modelle deuten auf längste Sommerphase des Jahres hin – doch unsichtbare Gefahr lauert

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Sonne, kaum Regen und Temperaturen bis 35 Grad: Der August zeigt sich von seiner schönsten Seite. Aber es gibt Risiken. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Hamm – Schon in dieser Woche zeigt sich der August von seiner stabilen und sommerlichen Seite. Besonders am Mittwoch (6. August) und Freitag (8. August) dominiert die Sonne in weiten Teilen Deutschlands. Das hat direkte Auswirkungen auf den UV-Index, der vielerorts auf hohe Werte ansteigt. Im Süden Deutschlands wird er am Freitag bei 7 bis 8 liegen – das entspricht einem sehr hohen Niveau.

Die Wetterkarte zeigt den UV-Index am Freitag (7. August). Er ist wieder deutlich erhöht, daher gut eincremen.

Ein solcher UV-Wert bedeutet, dass die Haut ungeschützt bereits nach 15 bis 25 Minuten Schaden nehmen kann. Besonders zur Mittagszeit sollten direkte Aufenthalte in der Sonne gemieden oder zumindest durch geeignete Kleidung, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und eine Sonnenbrille geschützt werden. Auch in den kommenden Tagen bleibt der UV-Index auf diesem hohen Niveau – bedingt durch die anhaltend klare und sonnige Wetter-Lage. Stiftung Warentest hat die beste Sonnencreme 2025 getestet.

Hitzewelle im August: Temperaturen steigen auf bis zu 35 Grad

Die stabile Hochdrucklage sorgt nicht nur für viel Sonnenschein, sondern lässt auch die Temperaturen kräftig ansteigen. Bereits am zweiten Augustwochenende sind im Westen und Süden Deutschlands Spitzenwerte von bis zu 35 Grad möglich. Damit könnte uns die längste durchgehende Sommerphase des Jahres bevorstehen.

Laut aktueller Modelllage sind sich sowohl das amerikanische Wettermodell GFS als auch das europäische ECMWF nun weitgehend einig: Auch in der kommenden Woche geht es mit viel Sonne und Wärme weiter. Besonders interessant ist dabei, dass das ECMWF-Modell lange Zeit nicht auf Sommerkurs war – diesmal hatte das GFS-Modell tatsächlich den besseren Riecher. Die übereinstimmende Prognose beider Modelle spricht für eine ungewöhnlich stabile Sommerwetterlage, die uns wohl noch länger begleiten wird.

Sommer oder schon Spätsommer? Eine Frage des Kalenders

Auch wenn man angesichts der heißen Tage schon an den Spätsommer denken mag – offiziell befinden wir uns nach meteorologischer Definition noch mitten im Sommer. Dieser dauert bis zum 31. August. Erst mit dem 1. September beginnt der meteorologische Herbst.

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Dennoch zeigen sich bereits erste spätsommerliche Anzeichen: Die Nächte werden etwas kühler und die Sonnenuntergänge früher. Ob der August 2025 ein „normaler“ Sommermonat ist, lässt sich schwer sagen. In den letzten Jahren häuften sich ähnliche stabile und heiße Phasen. Klimatologisch betrachtet wird der August tendenziell wärmer und sonniger – doch eine so beständige Sommerperiode, wie sie sich jetzt abzeichnet, ist durchaus bemerkenswert.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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