Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Unwetter-Wochenende mit Gewitter und Starkregen: Diese Regionen trifft es jetzt besonders heftig
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Sturmböen und Dauerregen: Das Wetter bleibt gefährlich. Wo es besonders heftig wird – und wann sich die Lage beruhigt. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Frankfurt – Bereits am Freitag (25. Juli) zeigt sich das Wetter von seiner unruhigen Seite. Während es im Nordwesten noch ruhig bleibt, entwickeln sich im übrigen Bundesgebiet vermehrt Schauer und Gewitter, vor allem am Nachmittag und Abend. Besonders in den südlichen Landesteilen drohen heftige Entwicklungen mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen. In Teilen Bayerns und Baden-Württembergs kann es örtlich zu Starkregen mit bis zu 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit kommen. Für das wechselhafte Wetter in Deutschland gibt es mehrere Gründe.
Auch kleinkörniger Hagel und Windböen über 80 km/h sind möglich. Autofahrer, Veranstalter und alle, die draußen unterwegs sind, sollten die Lage ernst nehmen – denn lokale Unwetter mit gefährlichem Potenzial sind nicht ausgeschlossen.
Wetter in Deutschland: Samstag bringt Unwetterpotenzial – Alpen im Fokus
Am Samstag (26. Juli) verlagert sich das Unwettergeschehen weiter Richtung Süden. Vor allem südlich des Mains kommt es zu teils heftigen Gewittern mit Starkregen. Örtlich sind Regenmengen von über 45 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit zu erwarten – das entspricht einer klassischen Unwetterlage. Besonders kritisch wird es südlich der Donau und im Alpenraum, wo sich der Regen über Stunden hinweg festsetzen kann.
Hier fallen verbreitet zwischen 40 und 70 Liter pro Quadratmeter, in Staulagen der Alpen sogar bis zu 65 Liter. Die Folge: Gefahr durch Überschwemmungen und Hangrutschungen. Wer in den betroffenen Regionen wohnt oder unterwegs ist, sollte Wetterwarnungen beachten und geplante Aktivitäten im Freien überdenken.
Auch Sonntag und Montag mit Gewittergefahr – keine Entwarnung in Sicht
Am Sonntag (27. Juli) weitet sich die Gewittergefahr erneut auf große Teile Deutschlands aus – mit Ausnahme des Nordwestens. In der Mitte und im Süden drohen kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Besonders betroffen: Regionen in Hessen, Thüringen, Sachsen und Bayern. Montag setzt sich die unruhige Wetterlage fort. Während im Nordwesten und Süden erneut Gewitter mit Hagel und Starkregen auftreten können, bleibt der Alpenraum unter Dauerregen-Einfluss.
Dort fallen nochmals bis zu 45 Liter pro Quadratmeter, lokal sind sogar über 70 Liter möglich. Auch zu Beginn der neuen Woche bleibt es instabil: Am Dienstag und Mittwoch sind weitere Gewitter möglich, besonders im Norden mit dem Risiko von orkanartigen Böen und heftigem Starkregen. Das Wochenende markiert also nur den Beginn einer längeren Phase mit erhöhter Unwettergefahr. An der aktuellen Wetterentwicklung hat auch der Jetstream einen großen Anteil.
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