Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Extrem-Wetter mit Gewittern, Starkregen und Sturmböen spitzt sich zu - diese Regionen trifft es

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Heftige Gewitter, gefährliche Windböen und Starkregen setzen sich fort – erst Mitte August gibt es Hoffnung auf Wetterbesserung. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Hamm – Das Wetter bleibt auch Anfang August extrem angespannt. Am Wochenende (2. und 3. August) setzt sich eine gefährliche Mischung aus Gewittern, Starkregen und Sturmböen durch – und das gleich in mehreren Regionen Deutschlands. Bereits am Samstag greifen teils kräftige Gewitter aus dem Norden und Westen auf die Landesmitte über. Im Südosten entwickeln sich gleichzeitig erneut Schauerzellen, die mit Starkregen von bis zu 25 Litern pro Quadratmeter niedergehen können. Örtlich sind sogar bis zu 35 Liter nicht ausgeschlossen.

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Begleitet werden die Gewitter von auffrischendem Wind, der in Böen Geschwindigkeiten bis 75 km/h erreichen kann, lokal auch bis zu 85 km/h. In der Nacht zum Sonntag (3. August) beruhigt sich die Lage nur langsam. Über der Nordsee und der westlichen Ostsee legt der Wind noch eine Schippe darauf: Dort sind stürmische Böen um 70 bis 80 km/h zu erwarten, in exponierten Küstenlagen können auch 90 km/h erreicht werden. Am östlichen Alpenrand bleibt es dagegen ruhiger, auch wenn einzelne Gewitter mit Starkregenmengen von 15 bis 30 Litern pro Quadratmeter auftreten könnten – die Wahrscheinlichkeit dafür ist aber gering.

Unwetter-Cocktail über Deutschland: Der Wind dreht richtig auf

Die neue Woche beginnt mit einem ersten Vorgeschmack auf das, was den Norden dann ab Dienstag erwartet: Am Montag (4. August) treten an der Nordseeküste erste stürmische Böen bis etwa 70 km/h auf. Am Dienstag (5. August) intensiviert sich die Lage deutlich. Dann erreichen steife bis stürmische Böen große Teile Norddeutschlands, mit Windgeschwindigkeiten von 60 bis 80 km/h.

Besonders betroffen sind die Küstenregionen. An Nord- und später auch an der Ostsee treten Sturmböen bis 90 km/h auf – vereinzelt sind sogar schwere Sturmböen um 100 km/h möglich. Hinzu kommt, dass der Regen nicht nachlässt: Wiederholt ziehen Schauer durch, die lokal 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter bringen können – punktuell sogar bis zu 35 Liter. Die Böden sind stellenweise bereits gesättigt, sodass Überflutungen in Senken, an Bächen und in schlecht entwässerten Bereichen zunehmen dürften. Autofahrer und Bahnreisende müssen in der neuen Woche mit Einschränkungen rechnen.

Noch keine Entwarnung – doch Hoffnung am Horizont

Auch der Mittwoch (6. August) bleibt im Norden stürmisch. Böen bis 70 km/h im Binnenland und bis 90 km/h an der Küste sind einzuplanen. In der Nacht zum Donnerstag flaut der Wind langsam ab, und erstmals deutet sich eine Entspannung an: Der Donnerstag könnte ohne markante Wettergefahren über die Bühne gehen. Doch das ist noch nicht sicher – je nach Zugbahn eines Tiefs könnte auch diese Prognose kippen.

Erste Modelltrends deuten allerdings darauf hin, dass sich rund um das zweite Augustwochenende ein Wetterwechsel anbahnt. Ob das die ersehnte Rückkehr zu ruhigerem Sommerwetter bedeutet oder nur eine kurze Atempause im Wetterchaos wird, bleibt noch abzuwarten. Fest steht: Noch sind wir nicht über den Berg – und die kommenden Tage haben es in sich.

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