Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Meteorologen warnen vor drastischem Temperatursturz – kommt jetzt der kühlste Augustbeginn seit Jahren?
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Eine ungewöhnlich starke Kaltluftblase bringt Herbstgefühle – und die Wetterlage bleibt zunächst sehr unbeständig. Eine Kolumne von Dominik Jung.
Hamm – Die kommenden Tage versprechen alles andere als typisches Hochsommerwetter. Statt stabiler Hitze und Sonne, wie man sie in den sogenannten „Hundstagen“ Ende Juli erwarten würde, rauscht ab Sonntag (27. Juli) eine markante Kaltluftblase aus großer Höhe nach Mitteleuropa und trifft auch Deutschland mit voller Wucht. Dabei handelt es sich um ein Tiefdruckgebiet in der oberen Troposphäre – ein sogenannter „Kaltlufttropfen“, der sich aus dem Polarbereich auf den Weg gemacht hat.
Was Meteorologen besonders erstaunt: Diese Art von Wetterlage ist im Hochsommer zwar nicht ausgeschlossen, aber doch sehr selten und vor allem in dieser Intensität ungewöhnlich. Die Folge sind spürbar kühlere Temperaturen: Während in den vergangenen Jahren Ende Juli häufig Spitzenwerte von über 30 Grad erreicht wurden, sollen es diesmal vielerorts nur noch 20 bis 23 Grad sein – bei Regen sogar nur 17 bis 18 Grad.
Wetter in Deutschland: Keine stabile Sommerlage in Sicht
Besonders frustrierend für Sonnenfans: Die Modelle zeigen bis auf Weiteres keine Rückkehr zu einem stabilen Sommerhoch. Zwar könnten sich zum Monatswechsel leichte Erwärmungstendenzen andeuten, doch von echtem Hochsommerwetter mit viel Sonne und Hitze ist das noch weit entfernt. Derzeit dominiert ein sogenannter „negativer NAO-Zustand“ (North Atlantic Oscillation), bei dem Hochdruckgebiete über dem Atlantik blockieren und stattdessen kühle, feuchte Luftmassen nach Mitteleuropa lenken.
Das bedeutet: wechselhaftes Wetter, immer wieder Schauer, wenig Sonnenschein und frustrierend niedrige Temperaturen für alle, die Urlaub im eigenen Land machen. Selbst der sonst zuverlässige Augustbeginn, der oft mit heißem Wetter punktet, bleibt 2025 wohl erstmal unterkühlt.
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Kommt die Wetter-Wende im August?
Noch geben Meteorologen die Hoffnung nicht auf: Zum Start in den August könnte sich das Wetter langsam umstellen. Einige Modelle deuten an, dass sich die Kaltluftblase abschwächen und ostwärts abziehen könnte. Damit bestünde die Möglichkeit, dass sich von Südwesten her wieder wärmere Luftmassen durchsetzen. Doch ob das wirklich zu stabilem Sommerwetter führt, ist völlig offen. Die Unsicherheit in den Prognosen bleibt hoch, und bislang fehlt jede Spur eines kräftigen Hochdruckgebietes, das für längere Zeit schönes Wetter bringen würde. Der Sommer 2025 scheint also weiterhin ein launisches Gesicht zu zeigen – und die nächsten Tage werden ein echter Härtetest für Freibäder, Eiscafés und alle, die sich nach Sonne sehnen.
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