Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Neue große Hitze: Ab Sonntag bis zu 35 Grad – es könnte erst der Anfang sein

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Ab Sonntag (22. Juni) wird es brütend heiß – und Experten warnen: Der Sommer 2025 könnte uns an die Belastungsgrenzen bringen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Hamm – Der Countdown zur ersten echten Hitzewelle des Jahres läuft: „Ab Sonntag rechnen wir in Teilen Deutschlands mit Höchstwerten von 30 bis vereinzelt 35 Grad“, warnt Wetterexperte Johannes Graf von wetter.net. Besonders der Südwesten und die Rheinschiene geraten dann unter den Wetter-Einfluss glühend heißer Luft aus Nordafrika.

Doch damit nicht genug: Laut aktuellen Modellläufen könnte diese Hitze nur der Auftakt zu einem besonders heißen Sommer sein. Sowohl die Prognosen des europäischen ECMWF-Modells als auch die amerikanischen NOAA-Daten deuten auf einen überdurchschnittlich warmen Juli und August hin – mit wiederholten Hitzephasen. Was bisher noch wie ein kurzer Hitzeschub aussieht, könnte sich also als Anfang einer längeren Extremwetterlage entpuppen.

Das könnte ab Sonntag (22. Juni) in einigen Regionen wieder sehr warm bis heiß werden.

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Viele erinnern sich noch an den Jahrhundertsommer 2003 – wochenlange Hitze, kaum Regen, eine enorme Belastung für Mensch, Natur und Infrastruktur. Die aktuellen Modelle zeigen zwar noch keine exakte Wiederholung, aber die Tendenz ist eindeutig: Die kommenden Wochen könnten von mehreren Hitzewellen geprägt sein – unterbrochen nur von kurzen, kaum spürbaren Abkühlungen.

Der Juli gilt als besonders heiß, der August ist noch schwerer vorherzusagen – doch auch hier zeigt sich: kühl wird es eher nicht. Während manche Modelle wenigstens gelegentliche Gewitterverschnaufpausen einrechnen, zeichnen andere ein durchgehend trockenes, brütend heißes Szenario. Ein „klassischer“, durchwachsener Sommer ist aktuell jedenfalls nicht in Sicht.

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Ob Ventilatoren, Klimaanlagen oder der nächste Badesee – wer sich Abkühlung wünscht, sollte vorbereitet sein. Denn die Wetterlage spricht dafür, dass wir uns in den kommenden Wochen auf mehr als nur ein paar heiße Tage einstellen müssen. Die erste Hitzewelle ab Sonntag (22. Juni) ist laut Experten nur ein Vorgeschmack. Besonders betroffen könnten erneut Städte und dicht besiedelte Regionen sein, wo sich die Hitze staut und kaum noch abkühlt. Gleichzeitig drohen auch in der Landwirtschaft und im Energiesektor Probleme durch Trockenheit und Stromspitzen.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Bodo Marks

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