Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Die nächste Hitzewelle kommt: Bis zu 40 Grad möglich – Europa steht ein Extrem-Sommer bevor
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Extremhitze, Trockenheit, kaum Regen. Experten warnen vor einem ungewöhnlich heißen Sommer 2025. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Frankfurt – Der Sommer ist gekommen, um zu bleiben – und das mit zunehmender Intensität. Nach einem vergleichsweise kühlen Start in den Juni dominieren nun Hitze und Trockenheit das Wettergeschehen. Wetterexperte Johannes Graf von wetter.net warnt: „Wir stehen am Beginn einer markanten Hitzewelle, die in Mitteleuropa für neue Temperaturrekorde sorgen könnte.“
Besonders Frankreich wird in den nächsten Tagen zum Hitzebrennpunkt. Dort rechnet man mit Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke. Doch auch in Deutschland wird es spürbar heißer. Zum kommenden Wochenende hin könnten Werte von bis zu 35 Grad erreicht werden – insbesondere im Westen und Südwesten der Republik. Die aktuellen Wettermodelle lassen kaum Zweifel: Der Sommer 2025 startet mit einem deutlichen Signal. Schon jetzt deuten die Prognosen darauf hin, dass wir es mit einem überdurchschnittlich warmen Juli zu tun bekommen. Und das bringt Folgen mit sich – für Mensch, Natur und Landwirtschaft.
Wetter in Deutschland: Juli könnte deutlich zu warm und zu trocken werden
Die Langfristprognosen für das Juli-Wetter sind eindeutig: Im Vergleich zum Mittel der Jahre 1991 bis 2020 könnte der Monat um bis zu zwei Grad wärmer ausfallen. Das klingt zunächst moderat, ist meteorologisch aber ein deutlicher Ausschlag. Schon geringfügige Temperaturanstiege können massive Auswirkungen auf Wasserhaushalt, Pflanzenentwicklung und das Risiko für Waldbrände haben.
Noch kritischer erscheint die Entwicklung beim Thema Niederschlag. Die aktuellen Modellläufe deuten für Deutschland auf einen deutlich zu trockenen Juli hin. Auch der Juni scheint keine größeren Regenmengen mehr liefern zu wollen. Besonders dramatisch: Selbst der kommende Montag soll in vielen Regionen vollständig trocken bleiben – trotz dringend benötigter Niederschläge. Trockenperioden wie diese können sich schnell zuspitzen und führen in Kombination mit großer Hitze zu gefährlichen Dürresituationen.
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Hitzespitzen in Sicht – und das vor dem offiziellen Sommeranfang
Dabei befinden wir uns kalendarisch noch immer im Frühling: Der Sommer beginnt auf der Nordhalbkugel offiziell erst am Samstag (21. Juni.) Doch schon jetzt zeigt sich, welches Potenzial in dieser Saison steckt. Die Modelle rechnen in den kommenden Tagen mit neuen Hitzespitzen – unter anderem am kommenden Wochenende sowie zu Beginn der nächsten Woche. Das europäische Wettermodell prognostiziert für den Westen Deutschlands bis zu 37 Grad.
Auch wenn der Juni zu Beginn kühl war, zeigt sich nun deutlich: Der Sommer ist da – und er ist heiß. Wer den Juni bereits abgeschrieben hatte, dürfte überrascht sein.
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