Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Schnee im Hochsommer: Wetter-Modelle mit bitterer Prognose bis Anfang August

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Das Wetter bleibt zum Monatswechsel enttäuschend: Regen, Kälte und Schnee statt Sommer – die Modelle machen wenig Hoffnung. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Kassel – Die Hoffnung auf eine Rückkehr des Hochsommers in Deutschland zum Monatswechsel schwindet. Die neuesten Wetter-Modelle zeigen keine Anzeichen für stabiles Sommerwetter bis mindestens zum 4. August. Stattdessen setzt sich das unbeständige Muster fort, das viele seit Wochen frustriert.

Temperaturen um oder sogar unter 25 Grad bleiben die Regel, Sonne ist meist nur ein kurzes Gastspiel. Besonders auffällig: Das Wochenende und der Monatsbeginn zeigen in den Modellläufen kaum Veränderung – statt Sommerstimmung gibt es weiter Regen, Wind und Wolken. Von Sommerferienwetter ist keine Spur.

Am Montagmorgen (28. Juli) gab es auf der fast 3000 Meter hohen Zugspitze in Deutschland Schneefall. (Symbolbild)

Ungewöhnliche Wetterphänomene im Hochsommer

Am Montagmorgen (28. Juli) kam es sogar zu einem ungewöhnlichen Ereignis: Auf der Zugspitze, Deutschlands höchstem Berg, fielen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt tatsächlich Schneeflocken – wie von den Meteorologen angekündigt. Der Gipfel wurde weiß – ein seltener Anblick Ende Juli, selbst in großen Höhenlagen.

Auch in tieferen Regionen bleibt es kühl. An Nord- und Ostsee sind in der Wochenmitte kaum mehr als 18 bis 20 Grad drin. Dazu gesellen sich kräftige Regenschauer, mitunter auch stürmische Böen. In den Alpen drohen hingegen Dauerregen, lokale Überschwemmungen und erhöhte Erdrutschgefahr – besonders in den ohnehin schon gesättigten Hanglagen.

Wenig Hoffnung auf Wetterbesserung – Urlaubsflucht eine Option

Die kommenden Tage werden wohl viele Menschen in Deutschland erneut enttäuschen. Auch der Blick in die mittelfristigen Wetterprognosen zeigt keinen dauerhaften Hochdruckeinfluss. Vielmehr pendelt das Wetter zwischen kurzen trockenen Abschnitten und weiteren Tiefausläufern. Erst kürzlich wüteten Unwetter über Nordhessen.

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Wer flexibel ist, sollte eine Reise in sonnigere Gefilde in Betracht ziehen. Empfehlenswerte Ziele sind derzeit die Kanarischen Inseln: Dort erwartet Urlauber meist freundliches, trockenes Wetter bei angenehmen 25 bis 28 Grad – ohne extreme Hitze und mit nur geringem Regenrisiko. Wer nicht verreisen kann, sollte sich zumindest wetterfest ausstatten – der Regenschirm bleibt auch Anfang August ein treuer Begleiter.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Peter Kneffel

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