Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Hitze-Rückkehr am Wochenende: Diese Regionen droht jedoch Blockade-Tief

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Nach Kälte und Schnee kommt der Sommer mit voller Wucht zurück – doch nicht alle Regionen können sich auf Hitze freuen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Kassel – Nach einem herbstlich anmutenden Wochenbeginn mit kühlen Temperaturen, Regen, teils kräftigen Gewittern und sogar Schnee bis auf 2000 Meter Höhe in den Alpen, steht jetzt die Wetter-Wende an: Hoch „Dorle“ schiebt sich von Westen heran und läutet die Rückkehr des Sommers ein.

Das neue Hochdruckgebiet bringt nicht nur deutlich trockenere Luftmassen, sondern auch viel Sonnenschein und steigende Temperaturen. Während es anfangs noch verbreitet kühl war – mit Tageshöchstwerten von teils nur 14 bis 22 Grad – steigen die Temperaturen im Verlauf der Woche deutlich an. Bis zum Wochenende sind vielerorts 28 bis 32 Grad möglich. Im Südwesten Deutschlands könnten am Sonntag (13. Juli) sogar Spitzenwerte von 34 oder 35 Grad erreicht werden, insbesondere entlang des Oberrheins.

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Hoch „Dorle“ bringt das Sommer-Comeback - Der Osten bangt um die Sonne

Doch nicht ganz Deutschland darf sich auf dieses Sommer-Revival freuen. Problematisch bleibt die Wetterlage im Osten: Von der Ostsee über Brandenburg bis hinunter zum Bayerischen Wald droht ein Tief über Polen das Sommerhoch zu blockieren. Noch ist völlig unklar, wie stark dieser Störfaktor wirklich wird – und vor allem, wie weit westlich seine Auswirkungen zu spüren sein werden. Die Prognosemodelle sind sich uneinig, teils zeigen sie sogar schon auf drei oder vier Tage hinaus erhebliche Schwankungen.

Sollte sich das Tief weiter nach Osten zurückziehen, könnte die 30-Grad-Marke nahezu landesweit geknackt werden. Bleibt es hingegen stationär über Polen, dürften die östlichen Bundesländer mit Regen, Wolken und maximal 20 bis 25 Grad vorliebnehmen müssen.

Wie geht es in der nächsten Woche weiter?

Auch der weitere Verlauf bleibt spannend. In der kommenden Woche könnte das osteuropäische Tief abziehen – und damit den Weg freimachen für extrem heiße Luftmassen aus Spanien. Diese stehen quasi in den Startlöchern und könnten in der zweiten Wochenhälfte ungehindert nach Mitteleuropa vordringen. In diesem Fall wären sogar Höchstwerte von 36 oder 37 Grad möglich. Sicher ist aktuell nur eines: Der Sommer startet jetzt erst richtig durch – aber wie heiß es tatsächlich wird, entscheidet sich in den nächsten Tagen zwischen Hoch „Dorle“ und dem Tief über Polen.

Rubriklistenbild: © Wetterdienst Q.met/www.wetter.net

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