Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Erste Modelle zum Herbst-Trend 2025: Wetter im Oktober besonders auffällig

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Herbst 2025 zeigt ungewöhnliche Trends: zu warm, teils zu trocken, vielleicht ein goldener Oktober. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Hamm – Die neuesten langfristigen Prognosen für Deutschland deuten nach einem heißen Sommer klar auf einen zu warmen Herbst 2025 hin. Alle drei Monate – September, Oktober und November – sollen über dem langjährigen Durchschnitt liegen. Besonders auffällig: der Oktober, der laut Berechnungen sogar deutlich wärmer ausfallen könnte als üblich. Solche Abweichungen von ein bis zwei Grad erscheinen auf den ersten Blick gering, haben aber weitreichende Folgen für Natur und Landwirtschaft.

Der September 2025 soll laut dem europäischen Wettermodell ECMWF deutlich wärmer als normal ausfallen.

Ein milder Herbst bedeutet verlängerte Vegetationszeiten, aber auch eine erhöhte Gefahr von Schädlingsbefall und Trockenstress bei Böden. Gleichzeitig rechnen die Modelle mit einer eher unterdurchschnittlichen Niederschlagsmenge. Das Zusammenspiel von Wärme und Trockenheit könnte Deutschland also einen Herbst bescheren, der zwar angenehm wirkt, aber ökologische Probleme verstärkt.

Ein Herbst auf Rekordkurs? Modelle zeigen deutliche Temperatur-Trends

Bauernregeln wie „Wie der Sommer, so der Herbst“ sind charmant, aber in einer Zeit des Klimawandels kaum verlässlich. Der Sommer 2025 war regional sehr unterschiedlich, daraus lassen sich keine belastbaren Aussagen für den Herbst ableiten. Stattdessen lohnt sich ein Blick auf die großräumigen Wettermuster. Hier deuten die Signale eher auf einen milden, trockenen Verlauf hin.

Dennoch: Prognosen bleiben Wahrscheinlichkeiten. Ein kalter oder nasser Witterungsabschnitt ist weiterhin möglich – nur eben deutlich weniger wahrscheinlich als ein durchgehend warmer Verlauf. Der goldene Oktober könnte also tatsächlich Realität werden, aber nicht als monatelanges Schönwetterhoch, sondern eher in Form längerer milder Phasen, die von kürzeren, wechselhaften Episoden unterbrochen werden.

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So könnte dein Herbst 2025 tatsächlich aussehen – realistisch, aber optimistisch

Im September setzt sich der Spätsommer zunächst fort. Sonnige, warme Tage wechseln sich mit nur wenigen Schauern ab, die große Hitze bleibt jedoch aus. Der Oktober könnte zum Highlight werden: viele milde Tage, oft sonnig, mit ruhigen Hochdruckphasen, die Spaziergänge im bunten Laub zur Freude machen. Zwischendurch sorgen Tiefdruckgebiete für Abwechslung, was dem klassischen „goldenen Oktober“ etwas die Strahlkraft nimmt, aber die Natur dringend benötigten Regen bringt.

Im November bleibt es tendenziell mild, Frostnächte sind zwar möglich, dürften aber die Ausnahme bleiben. Insgesamt steht Deutschland also ein Herbst bevor, der sich länger spätsommerlich anfühlt, mehr Licht und Wärme bereithält als gewöhnlich – und damit eher Komfort als Tristesse verspricht. Gleichzeitig darf man die Risiken nicht unterschätzen: Böden und Grundwasser leiden weiter unter Niederschlagsdefiziten. Ein Herbst zum Genießen, aber auch zum Nachdenken über die Folgen der anhaltenden Klimaveränderung.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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