Kolumne von Meteorologe Dominik Jung

Nur kurze Abkühlung beim Wetter: Nächste Hitzewelle steht schon in den Startlöchern

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Die angekündigte Abkühlung fällt wohl aus. Stattdessen steuern viele Regionen direkt auf die nächste Hitzewelle zu. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

München – Trotz zahlreicher Wetterberichte, die ab Donnerstag (3. Juli) einen markanten Temperatursturz mit deutlicher Abkühlung in Aussicht stellen, zeichnet sich aktuell ein ganz anderes Bild ab. Besonders im Westen und Süden Deutschlands bleibt es vielerorts weiterhin sehr warm bis heiß.

Wetter kühlt nur für wenige ab – Hitze bleibt hartnäckig

Von einem nachhaltigen Rückgang der Temperaturen kann jedenfalls nicht die Rede sein. Am Samstag (5. Juli) erreicht eine neue heiße Luftmasse aus Südwesteuropa bereits den Süden und die Mitte Deutschlands – dort werden dann erneut Höchstwerte von 30 bis 35 Grad erwartet. Der angekündigte Temperaturrückgang zeigt sich, wenn überhaupt, nur in einzelnen Regionen und dort auch eher schwach ausgeprägt.

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Kaum Regen, große Trockenheit: Wetterlage bleibt angespannt

Die Folgen dieser anhaltenden Wärmephase sind inzwischen deutlich spürbar: Viele Wohnungen und Häuser, die sich über Tage hinweg aufgeheizt haben, bekommen kaum Gelegenheit, sich über Nacht zu erholen. Auch für die Natur ist die Lage zunehmend kritisch. In nahezu allen Regionen herrscht mittlerweile die zweithöchste bis höchste Warnstufe bei der Waldbrandgefahr.

Entspannung ist auch beim Thema Niederschlag nicht in Sicht: Abgesehen vom Alpenrand und in den Alpen selbst bleibt es weitgehend trocken. Einzelne Schauer und Gewitter können zwar lokal für Erfrischung sorgen, flächendeckender Regen ist aber frühestens Mitte nächster Woche zu erwarten – wenn überhaupt. Die Trockenheit verschärft sich also weiter.

Abkühlung kurz möglich – dann droht die nächste Hitzewelle

Ein möglicher Rückgang der Temperaturen könnte sich zwischen Montag (7. Juli) und Mittwoch (9. Juli) nächster Woche abzeichnen. Dann ist zumindest gebietsweise mit Tageshöchstwerten unter 30 Grad zu rechnen. Das wäre eine echte Verschnaufpause – die aber wohl von kurzer Dauer sein wird.

Denn schon ab Donnerstag (10. Juli) deutet sich der nächste massive Heißluftschub aus Südwesteuropa an. Temperaturen deutlich über 30 Grad wären dann erneut sehr wahrscheinlich. Eine nachhaltige Entspannung der aktuellen Hitzelage ist also nicht in Sicht. Vielmehr scheint sich die nächste sehr warme bis heiße Phase direkt anzuschließen. Von einer echten Wetterwende kann momentan keine Rede sein.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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