Schlimme Generalprobe

Helm weg und Blut im Gesicht – Ski-Star stürzt heftig im Olympia-Training

  • VonIsabella Strehmann
    schließen

Das olympische Abfahrts-Training der Herren hat für einen echten Schreckmoment gesorgt. Ein Ski-Star sorgte für schockierende Bilder

Am Freitag (6. Februar) hat das Warten ein Ende: Die Olympischen Winterspiele 2026 werden im Mailänder San Siro feierlich eröffnet. Katharina Schmid und Leon Graisaitl dürfen die deutsche Mannschaft mit der Fahne in der Hand anführen. Es dauert nicht lange, ehe sich die Abfahrer in die Tiefe stürzen, ihr Wettbewerb am 7. Februar ist einer der ersten. Die berühmte Stelvio-Piste in Bormio ist Schauplatz des Medaillen-Kampfes – und sie hat es in sich.

Daniel Hemetsberger sorgte im olympischen Abfahrtstraining für einen Schreckmoment.

Das 2. Abfahrtstraining am Donnerstagnachmittag blieb nicht ohne Zwischenfälle. Der Österreicher Daniel Hemetsberger ging als vierter Fahrer ins Rennen, nach der zweiten Zwischenzeit geriet er plötzlich in Rücklage. Er konnte den Sturz nicht mehr verhindern, flog durch ein Tor und rauschte dann in die Fangnetze hinein. Doch damit nicht genug, Hemetsberger verlor auch noch seinen Helm.

Ski-Star Hemetsberger sorgt bei Olympia-Training für blutige Bilder

Der 34-Jährige konnte direkt aufstehen, eine schwerere Verletzung lag offenbar nicht vor. Das medizinische Personal war sofort zu Hilfe geeilt, durfte erst einmal ein paar Taschentücher auspacken. Hemetsberger nämlich blutete stark im Gesicht, glücklicherweise blieben die Zähne unverletzt. Im Ziel verriet er, wie es zu dem Sturz kommen konnte.

„Ich war Gott sei Dank nicht weg, während des Sturzes. Ich konnte selbst runterfahren. Der Einschlag ins Tor war grauslich. Der Airbag ist zum Glück aufgegangen. Mein rechter Fuß ist ein bisschen verdreht, der tut noch weh, aber es sollte passen.“ Warum der Helm bei dem Sturz abflog, weiß der Ösi selbst nicht, sagt: „Ich habe keine Ahnung, aber es juckt mich überhaupt nicht. Bei so einem Einschlag kann das passieren. Der Mundschutz hat sich aber bewährt, ich habe voll draufgebissen, sonst wären wieder Zähne draußen gewesen.“

Die Streif: Ski-Superstars und legendäre Hahnenkamm-Rennen

Toni Sailer prägt die 50er – Der „Blitz von Kitz“ wird zum Idol und dominiert seine Heimrennen. Insgesamt siegt er fünfmal.
Jean-Claude Killy gewann zweimal das Hahnenkammrennen in Kitzbühel und zählt damit zu den Legenden auf der Streif. Seine Siege in den 1960er Jahren machten ihn zu einem prägenden Star dieses Klassikers.
Toni Sailer (li.) gatuliert Karl Schranz (re.) zum Sieg. Dieser siegte ganze dreimal und wurde zur Legende auf der Streif.
Franz Klammer begeisterte mit wilden Fahrten – Vier spektakuläre Siege machen ihn zum Publikumsliebling in den 70ern und Anfang der 80er.
Die Streif: Ski-Superstars und legendäre Hahnenkamm-Rennen

Glück im Unglück also für den Österreicher, der weiß: Im ersten Training kam Fredrik Möller nicht ganz so glimpflich davon. Der norwegische Speedfahrer, der erst im Dezember einen Horror-Sturz in Gröden verkraften musste (Möller war mit dem Rücken aufgeschlagen und hatte unter anderem zwei Zähne verloren), kugelte sich die Schulter aus und wurde per Helikopter ins Krankenhaus gebracht.

Hemetsberger hingegen hat „nur“ leichtere Verletzungen im Gesicht erlitten, der Rest scheint heil geblieben zu sein. Das Training der Damen übrigens musste aufgrund des starken Schneefalls in Cortina abgesagt werden, sehr zum Leidwesen der verletzten Lindsey Vonn. Am Wochenende geht es dann bei Damen und Herren um Medaillen. Hoffentlich unfallfrei. (is)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Cornelius Poppe

Mehr zum Thema