Medaille im Snowboard?

Deutsche Olympia-Hoffnung ist Sohn von Bergsteiger-Legende, die Laura Dahlmeier retten wollte

  • Korbinian Kothny
    VonKorbinian Kothny
    schließen

Olympia 2026 steht vor der Tür – auch für Elias Huber. Der Snowboarder peilt in Italien eine Medaille an. Sein Vater ist kein Unbekannter.

Update vom 8. Februar: Elias Huber startet heute im Parallel-Riesenslalom bei Olympia und kämpft um eine Medaille. Hier lesen Sie unseren Artikel vom 8. Januar.

München – Elias Huber gehört zu den deutschen Hoffnungen für die Olympia 2026 in Mailand-Cortina. Der 26-jährige Snowboarder aus Berchtesgaden hat sich bereits für die Spiele qualifiziert und zeigt in dieser Saison eine beeindruckende Form. Beim Weltcup-Auftakt in Mylin belegte er den vierten Platz im Parallel-Riesenslalom und bestätigte damit seine starke Leistung vom Vorjahr, als ihm sein erster Weltcup-Sieg gelang.

Elias Huber ist der Sohn von Thomas Huber.

Was viele nicht wissen: Elias ist der Sohn von Thomas Huber, einer absoluten Legende in der Bergsteiger-Szene. Der Extremkletterer ist als eine Hälfte der berühmten Huberbuam weltweit bekannt und hat zahlreiche spektakuläre Erstbesteigungen gemeistert. Thomas Huber verband zudem eine enge Freundschaft mit der verstorbenen Biathlon-Ikone Laura Dahlmeier, die nach ihrer aktiven Karriere zur passionierten Bergsteigerin wurde und war im letzten Jahr auch Teil der Rettungsmission.

Elias Huber peilt Medaille bei Olympia an

Die sportlichen Gene scheinen bei Elias Huber perfekt zu passen. Sein Vater brachte ihm bereits mit fünf Jahren das Snowboarden bei, und die Kombination aus Ausdauer, Durchhaltevermögen und mentaler Stärke macht ihn zu einem kompletten Athleten. Der für den SC Schellenberg startende Sportler ist hauptberuflich Polizist bei der Bundespolizei und trainiert parallel auf höchstem Niveau. Seine Disziplinen sind Parallelslalom und Parallel-Riesenslalom.

Von Pechstein bis Preuß: Deutschlands Olympia-Fahnenträger zwischen Vergangenheit und Zukunft

Die olympischen Spiele 2026 in Mailand/Cortina werfen ihren Schatten voraus. Die große Eröffnungszeremonie findet am 6. Februar 2026 im Milano San Siro Olympic Stadium statt.
Die große Frage vor den Spielen, welche bislang ungeklärt ist, bleibt, wer die deutsche Fahne trägt. Seit einigen Jahren wählt Deutschland jeweils einen Sportler und eine Sportlerin aus. Hier sind die möglichen Kandidaten und Kandidatinnen als auch die ehemaligen Fahnenträgerinnen und Fahnenträger.
Möglicher Kandidat ist Vinzenz Geiger als zweimaliger Olympiasieger (Team-Gold 2018, Einzel-Gold 2022) und Gesamtweltcupsieger 2024/25. Als Fahnenträger würde er eine traditionsreiche Wintersportart repräsentieren, die nach der IOC-Streichung der Frauen-Kombination um ihr olympisches Überleben kämpft.
Johannes Lochner hat sich als ernsthafter Konkurrent von Francesco Friedrich etabliert und bereits das dritte Weltcup-Rennen der olympischen Saison 2025/26 gewonnen. Der Vizeweltmeister holte 2022 in Peking sowohl im Zweier- als auch im Viererbob jeweils Silber hinter Friedrich und kann 2026 durchaus um Gold mitfahren. Da Friedrich schon Fahnenträger war, kommt dieses Mal auch Lochner in die enge Auswahl.
Von Pechstein bis Preuß: Deutschlands Olympia-Fahnenträger zwischen Vergangenheit und Zukunft

Bei den Olympischen Winterspielen 2026 will Elias Huber an seine bisherigen Erfolge anknüpfen und um eine Medaille kämpfen. Nach seiner ersten Olympia-Teilnahme 2022 in Peking, wo er den 30. Platz belegte, hat er sich kontinuierlich gesteigert. Mit dem gelösten Olympia-Ticket und seiner aktuellen Form gehört er zur erweiterten Medaillenanwärter-Gruppe. Deutschland setzt große Hoffnungen in den jungen Snowboarder aus der Bergsteiger-Familie. (kk)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Gabor Baumgarten / picture alliance / dpa | Andreas Gebert

Mehr zum Thema