Oh weiha!

Talfahrt der Falken geht unvermindert weiter

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Wieder einmal war Rylan Schwartz Dreh- und Angelpunkt der Heilbronner Angriffsbemühungen. 
  • Marc Thorwartl
    VonMarc Thorwartl
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Auch in Crimmitschau gibt es nichts zu holen. 

Diese Fehler sind einfach unglaublich! Nach einem frühen Rückstand bei den Eispiraten kämpfen sich die Falken ins Spiel zurück, haben das Momentum auf ihrer Seite, lassen sich dann die Butter aber vom Brot nehmen und verlieren am Ende mit 3:5. 

Dieses Mal wollen sich die Falken nicht kalt erwischen lassen. Zu Beginn des ersten Drittels spielen sie gefällig und erarbeiten sich auch gleich zwei gute Chancen, verziehen aber knapp. Zudem wartet Falken-Coach Fabian Dahlem mit einer Überraschung auf: Mittelstürmer Matthias Forster läuft als Verteidiger an der Seite von Patrik Vogl auf. 

Bilder der Partie Falken vs. Bad Nauheim

Nach fünf Minuten löst sich Crimmitschau aus der Umklammerung und fängt seinerseits an, sich Chancen herauszuspielen. Und zwar erfolgreich. Den Schuss von Mark Lee kann Stefan Ridderwall im Falken-Tor noch parieren, beim Nachschuss von Mike Hoeffel ist er dann aber machtlos (7. Minute). 

Fast identische Situation beim 2:0. Patrick Pohl schießt, Ridderwall hält und keiner seiner Mitspieler hindert Jakub Körner am Nachschuss (15.). Immerhin benötigen die Falken nicht wie üblich den dritten Treffer, um aufzuwachen. Schöne Kombination in der Folgeminute und Rylan Schwartz - wer auch sonst - markiert den 2:1-Anschlusstreffer. Damit geht es auch in die Drittelpause.

Der zweite Abschnitt beginnt mit einem Paukenschlag. Nach nur zehn Sekunden trifft Tyler Gron zum 2:2. Endlich! Denn der Goalgetter hatte in den ersten fünf Saisonspielen Ladehemmung. So ein schneller Treffer, das muss doch pushen. Von wegen. In der 23. Minute folgt prompt die kalte Dusche. Bernhard Keil marschiert auf und davon und vollendet zum 3:2. Noch schlimmer: Die Falken kassieren gleich im Anschluss auch noch eine Strafzeit.

Im Powerplay machen die Sachsen mächtig Druck und haben das 4:2 gleich mehrfach auf dem Schläger. Kaum Gegenwehr vom Penalty-Killing-Team, und nur mit Dusel wird ein weiterer Treffer verhindert. Kaum komplett, gibt es eine erneute Strafe gegen die Falken. Zu viele Spieler sind auf dem Eis. Das ist richtig dämlich. 

Zumal die Hausherren dieses Geschenk durch Keil in der 29. Minute nutzen. Wieder ein Gegentor in Unterzahl. Es ist zum Davonlaufen. Dann das erste Powerplay der Falken. Höflich ausgedrückt: ausbaufähig. Kurz darauf eine ähnliche Situation und Überzahl. Diesmal deutlich besser, aber der Puck will einfach nicht über die Linie. Mit dem Zwei-Tore-Rückstand geht es in die Pause. 

Im letzten Drittel sind es die Hausherren, die vehement auf die Entscheidung drängen. Ridderwall rückt in den Mittelpunkt des Geschehens. Durch eine Strafzeit nehmen sich die Sachsen selbst den Wind aus den Segeln. Gron verkürzt im Powerplay auf 4:3 (47.). 

Geht da vielleicht noch was? Jedenfalls machen die Falken in der Folgezeit mächtig Druck. Dann erneute Strafe gegen Crimmitschau. Dahlem nimmt eine Auszeit. Ohne Erfolg. Auch danach sehen die 2.100 Zuschauer Einbahnstraßen-Eishockey. Ridderwall verlässt den Kasten zugunsten eines weiteren Feldspielers. Das nutzen die Eispiraten und mit einem Empty-Net-Goal durch Mark Lee fällt die Entscheidung in der letzten Minute. 5:3!

Aufstellung:

Falken:

T: Ridderwall; Deske

V: Heywood, Kurz; Gödtel, Martens; Forster, Vogl; Botzenhardt, Bär;

S: Kirsch, Schwartz, Gron; Järveläinen, Helms, Lavallée; Krüger, Stöber, Gelke; Eberhard, Kircher

Eispiraten: 

T: Nie; Schroth

V: Walsh, Pozivil, Schietzold, Körner, Halbauer, Pyka;

S: Pinizzotto, Hoeffel, Gollenbeck, Schlenker, Keil, Guts, Lee, Bucheli, Ciernik, Pohl;

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