Duo seit 2020 gemeinsam aktiv

Vorname von DFB-Star als Auslöser: Kramer lacht Mertesacker aus

  • Stefan Schmid
    VonStefan Schmid
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Der DFB-Sieg lässt die Laune im ZDF-Studio steigen. Uneinigkeit herrschte eigentlich nur über den Namen von Marc-André ter Stegen.

Lyon – Günter Netzer und Gerhard Delling hinterließen als Moderatorenduo wohl die größten Fußstapfen der letzten drei Jahrzehnte bei Fußball-Übertragungen in Deutschland. Seit 2020 bilden Per Mertesacker und Christoph Kramer das Expertenduo an der Seite wechselnder Moderatoren, und werden dies auch mindestens bis zur EM 2024 bleiben. Gemeinsam sorgen sie nicht nur für messerscharfe Analysen, sondern auch für einen entsprechenden Unterhaltungswert – auch wenn sie sich nicht immer einig sind.

Kramer stellt klar: „Man nennt ihn nicht Marc-André“

Die Analyse im ZDF-Sportstudio nach dem 2:0-Sieg gegen Frankreich konzentrierte sich zunächst auf das Blitz-Tor von Florian Wirtz und die Rückkehr von Toni Kroos. Doch auch das Defensivverhalten der DFB-Elf in Verbindung damit, kein Gegentor kassiert zu haben, wurde positiv hervorgehoben.

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EM 1968: Beim Turnier in Italien werden erstmals dokumentiert, Design und Name des Spielballs vorgestellt. Der „Telstar“ von Adidas wird mit dem Namenszusatz „Elast“ bestückt. Ihn Anlehnung an einen Kommunikations-Satelliten, der der eine Kugelform aufwies und durch seine Form so Inspirationsquelle für die Namensgeber war.
EM 1972 und 1976: Es war „Telstar“-Jahrzehnt und das Modell „Durlast“ kam gleich dreimal zum Einsatz. Zweimal wurde das DFB-Team mit ihm Turniersieger, Europameister 72 und Weltmeister 74. Seine Ära als Glücksbringer endet im Belgrader Nachthimmel nach einem Elfmeter von Uli Hoeneß.
EM 1980: Der erste „Tango“-Ball bei einer EM. Dabei ist die Variante „River Plate“ ein Erbstück der WM 1978, die passenderweise in Argentinien stattfand.
EM 1984: Trotz des Namens „Tango Mundial“ kam die Gerätschaft bei der EM in Frankreich zum Einsatz. Gleichbedeutung mit der Abkehr vom reinen Lederball endete mit dem aus DFB-Sicht enttäuschenden Turnier die Amtszeit von Jupp Derwall.
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Per Mertesacker lobte deshalb auch die Leistung von Neuer-Vertreter Marc-André ter Stegen: „Herausragend von Marc-André heute im Tor, der wirklich heute bewiesen hat, dass er ein super Rückhalt ist, egal was passiert und wir uns natürlich auch auf ihn verlassen können. Deswegen war es für mich heute ein ganz, ganz wichtiges Signal.“

Während Mertesacker weitersprach, mussten sich Moderator Jochen Breyer und Christoph Kramer schon das Lachen verkneifen. Auf Nachfrage Breyers enthüllte Kramer, was er so witzig fand: „Weil der Per den ter Stegen Marc-André nennt. Also er heißt so, aber es hört sich irgendwie komisch an.“ Auf den Einwand, ob das nicht dessen Vorname sei, erwiderte Kramer: „Ja, aber man nennt ihn ja nicht Marc-André, also bitte.“

Schon während der Ausführungen von Per Mertesacker konnte sich Christoph Kramer das Lachen nicht verkneifen.

Kramer präsentiert Lösung für Namensproblem rund um den DFB-Torhüter

Um sich nicht nur über die Fehler anderer zu beschweren, kam Kramer auch seinen Service-Auftrag nach und präsentierte die passende Ansprache für ter Stegen. „Marc oder ter Stegen, aber doch nicht Marc-André.“ Der Gladbacher muss es wissen, denn in der Saison 2013/14 spielte er gemeinsam mit Marc-André ter Stegen für die Fohlen.

Mertesacker nahm die ganze Situation mit Humor, sparte sich aber eine Erwiderung. Dabei wäre es nicht der erste humoristische Schlagabtausch zwischen den beiden Experten gewesen. Schon während der WM 2022 zogen sie sich zur Erheiterung des Publikums gegenseitig auf. (sch)

Rubriklistenbild: © Screenshot: ZDF Sportstudio