Dringende Warnung
Bei Rewe und Penny verkauft: Dringender Kartoffel-Rückruf in gleich mehreren Bundesländern
VonAlina Schröderschließen
Vorsicht, Pestizide: Rewe und Penny ziehen aufgrund eines Rückrufs Kartoffeln aus dem Verkehr. Bei Verzehr droht Gesundheitsgefahr.
Kassel – Kartoffeln lassen sich vielseitig verwenden – ob gekocht, als Puffer oder Brei. Doch Verbraucherinnen und Verbraucher sollten jetzt vor dem Verzehr besonders aufpassen: Ein aktueller Rückruf betrifft Kartoffeln, die in den Gemüseregalen von Rewe und dem Tochterunternehmen Penny erhältlich waren. Die Warnung gilt in mehreren Bundesländern.
Rückruf von Kartoffeln: Ware wurde bei Rewe und Penny verkauft
Die Hans-Willi-Böhmer Verpackung & Vertrieb GmbH hat in einer Pressemitteilung eine vorsorgliche Lebensmittelwarnung herausgegeben „aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes“. Es besteht die Möglichkeit, dass die Kartoffeln Rückstände von Pflanzenschutzmittel enthalten, die beim Anbau zur Bekämpfung von Schädlingen und Pflanzen verwendet werden. Daher wird dringend vom Verzehr abgeraten.
Es ist nicht das erste Mal, dass Pestizide zu einem Rückruf führen. In der Vergangenheit wurden gesundheitsschädliche Pestizide in einem Hähnchengewürz gefunden. Auch war Obst mit giftigen Rückständen belastet.
Folgende Kartoffeln sind betroffen:
| Verkauft bei Penny | |
|---|---|
| Produkt: | Speisefrühkartoffeln |
| Sorte: | Lilly, mehligkochend |
| Gewicht: | 2 kg |
| EAN: | 43337256378666 |
| Charge: | L20/03 463065 |
| Verkauft bei Rewe | |
|---|---|
| Produkt: | Speisefrühkartoffeln |
| Sorte: | Lilly, mehligkochend |
| Gewicht: | 2 kg |
| EAN: | 4388860477726 |
| Charge: | L 20/02 WE 463065 |
„Von dieser vorsorglichen Maßnahme sind Produkte mit einer anders lautenden Charge, als 463065 und die Sorte Lilly, nicht betroffen“, heißt es weiter. Die Kartoffeln wurden in mehreren Bundesländern verkauft, darunter Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Pestizidrückstände in Kartoffeln entdeckt – was Kundinnen und Kunden tun können
Pestizide gelten als giftig und können sowohl Menschen als auch Tieren schaden. Laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland stehen Pflanzenschutzmittel im Zusammenhang mit einem erhöhten Krebs-Risiko. Zudem können sie Fruchtbarkeits- und Erbgutschäden zur Folge haben. Aus diesem Grund ist ihr Einsatz in der Landwirtschaft stark umstritten. Auch Erdbeeren sind häufig mit Pestiziden belastet.
Die Hans-Willi-Böhmer Verpackung & Vertrieb GmbH & Co. KG hat sich „Für die entstehenden Unannehmlichkeiten [...] bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ausdrücklich“ entschuldigt. Kundinnen und Kunden können die betroffenen Kartoffeln in den jeweiligen Rewe- oder Penny-Märkten zurückgeben „und bekommen den Kaufpreis erstattet, auch ohne Vorlage des Kassenbons.“
Edeka und Netto starteten derweil einen dringenden Brötchen-Rückruf – es drohen innere Verletzungen. (asc)
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